Waldwirtschaft Verband
Thurgau
 
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  Übersicht:    
Pressemitteilung: "Integration der HTG in die HMO" 08. Juli 2010
Pressemitteilung: "gute Holzpreise in Sicht" 01. Juli 2010
Pressemitteilung WVS: "knappes Holzangebot" 24. Feb. 2010
Pressemitteilung WVTG: "knappe Holzmengen" 16. Feb. 2010
Protokoll der DV 09 19. Nov. 2009
  Infobrief Holz Thurgau AG 15. Nov. 2008  
  Gründung Holz Thurgau AG (Medienartikel) 29. Mai 2008  
  Protokoll der DV 07 09. Nov. 2007  
  Informationen von der Präsidentenkonferenz vom 27. August 2007 28. Aug. 2007  
  Richtpreisempfehlungen Stand  Jan. 2007 22. Jan. 2007  
  Richtpreisempfehlungen Stand  Dez. 2006 22. Nov. 2006  
  Protokoll DV 06 16. Nov. 2006  
  SHF-Einzug im Thurgau ab 2007 05.Sept.2006  
  Gut besuchte Informationsveranstaltung 17. Aug. 2006  
  Projekt «Holzmarkt Ostschweiz» 29. Mai 2006  
  Sichere Versorgung mit Rundholz 18. April 2006  
  Auf Marktsituation reagieren 10. April 2006  
  FSC-Holzverkäufe aus den TG Forstrevieren 2005 31. März 2006  
  Unfalltage in den Revieren 2005 31. März 2006  
  Thurgauer Wälder mit neuem Zertifikat 20. Dez. 2005  
  Rettet den Waldeigentümer 19. Nov. 2005  
  Absatzchancen nutzen 04. Okt. 2005  
  Startschuss erfolgt 13. Juli 2005  
  Grosssägewerke 01. Juni 2005  
  Bündelung Holzvermarktung 01. Juni 2005  
  Ausländische Investoren entdecken den Schweizer Wald 04. April 2005  
  Gesamter Thurgauer Wald zertifiziert 07. Feb. 2005  
  WVTG beschliesst Re-Zertifizierung 10. Dez. 2004  
  Gewinnbringender vermarkten Okt. 2004  
  WVTG-Vorstand im Allgäu Sept. 2004  
  Neuregelung Steuerpflicht für Forstreviere März 2004  
       
 


Pressemitteilung der HolzThurgauAG & HMO
08.07.10
Integration des Thurgauer Marktes in die Holzmarkt Ostschweiz AG
Der Waldwirtschaftsverband St.Gallen & Liechtenstein führte seit 1995, mit dem Kanton Thurgau, eine enge Zusammenarbeit in der Holzvermarktung. Anfangs 2009 wurde eine eigene Vermarktungsstelle, die Holz Thurgau AG gegründet, mit dem Ziel das regionale sowie überregionale Holz im Kanton Thurgau zu bündeln und gemeinsam zu vermarkten. Die wirtschaftlich bedingte schwierige Startphase und die fehlenden Holzmengen brachten die Holz Thurgau AG stark in Bedrängnis. Die aktuelle Lage hat den Verwaltungsrat dazu bewogen, einen Zusammenschluss mit der Holzmarkt Ostschweiz AG zu suchen. Am 8. Juli haben die verantwortlichen Verwaltungsräte der Holz Thurgau AG und der Holzmarkt Ostschweiz AG eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche die schrittweise Überführung der Dienstleistungen der Holz Thurgau AG in die Holzmarkt Ostschweiz AG festlegt. Mit der verstärkten Holzmarkt Ostschweiz AG erhoffen sich die Beteiligten, dass die Bedingungen für die Waldeigentümer optimiert werden.
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HTG & HMO
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Pressemitteilung Holzmarktmonitoring: gute Holzpreise in Sicht
01.07.10
DIE HOLZPREISE SIND GUT – NACH DEN SOMMERFERIEN HOLZ NUTZEN
Die Rundholzvorräte der regionalen Sägeindustrie sind so tief wie selten zuvor. Waldeigentümer, die
im August und September Nadelrundholz nutzen, können gute Preise erzielen.
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Waldwirtschaftsverbände Ostschweiz & Holzindustrie OST
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Pressemitteilung des WVS: knappes Holzangebot
24.02.10
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WVS
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Pressemitteilung zu knappen Holzmengen
16.02.10/ub
Einheimisches Holz aus Thurgauer Wäldern
Der Thurgauer Wald als einheimischer Rohstofflieferant deckt die Bedürfnisse der regionalen Holzindustrie, falls diese rechtzeitig bekannt gegeben werden.

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WVTG
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Protokoll der Delegiertenversammlung vom 4. November 2009
20.11.09
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WVTG
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Infobrief Holz Thurgau AG
15.11.08

Der neue Geschäftsführer tritt sein Amt am 1. Februar 2009 an
Am 19. Mai 2008 wurde in Weinfelden die HolzThurgau AG gegründet. Die Teilnahme sämtlicher Forstreviere im Kanton und einiger öffentlich-rechtlicher Organisationen sowie auch privater Waldeigentümer zeugen von einem grossen Interesse an diesem Projekt.

mehr im PDF
15.11.08, Georg Müller (VR-Präsident)

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Gründung Holz Thurgau AG (Medienartikel)
29.05.08
Am 19. Mai 2008 wurde in Weinfelden die Holz Thurgau AG gegründet.
Diese Holzvermarktungsorganisation ist das Ergebnis der Umsetzung der „Vision Wald und Holz Thurgau“ und mehrjähriger Aufbauarbeit unter der Leitung des
Waldwirtschaftverbandes Thurgau und des kantonalen Forstamtes Thurgau. Die
erfolgreiche Arbeit der Vorgängerorganisation Holz Thurgau Süd und der Arbeiten im
Forstkreis 4 können so fortgeführt werden.


Die flächendeckende Teilnahme sämtlicher Forstreviere im Kanton und einiger öffentlichrechtlicher Organisationen sowie auch vieler privater Waldeigentümer zeugen von einer grossen Solidarität mit dem Projekt. Das Gründungsaktienkapital verteilt auf 66 Aktionäre beträgt Fr. 200’000.- (1000 Aktien à Fr. 200.-).

Die neue Selbsthilfeorganisation bezweckt die mengenmässige Koordination aller
Holzsortimente mit besserer Rendite für den Waldeigentümer. Das Nadel- und Laubholz soll,
virtuell oder reell gebündelt, vermarktet werden. Die Vermittlung von Energieholz soll als
Zukunftsprojekt umgesetzt werden. Die erfolgreiche Bodensee-Holzgant wird neu durch die Holz
Thurgau AG organisiert.

Der Verwaltungsrat ist breit abgestützt und setzt sich aus Personen der privaten und
öffentlichen Seite zusammen. Als Verwaltungsratspräsident wurde Georg Müller aus Salenstein,
Vorstandsmitglied des Waldwirtschaftsverbandes und Forstrevierpräsident, gewählt. Die
weiteren Mitglieder des Verwaltungsrates sind Walter Koch, Vorstandsmitglied des
Waldwirtschaftsverbandes und Forstrevierpräsident aus Lustdorf, Mathias Rickenbach, Leiter
Staatswald im Forstamt Kanton Thurgau aus Frauenfeld, Elmar Hengartner, Kassier der
Forstrevierkörperschaft aus Bischofszell und Fabian Möckli, Waldbesitzer aus Schlatt.

Der Beginn der operativen Tätigkeit der Gesellschaft ist auf den Winter 08/09 vorgesehen. Der
neue Verwaltungsrat wird die notwendigen Personen (Geschäftsführung, Administration, etc.)
einstellen und die Infrastruktur für einen erfolgreichen Start vorbereiten. Als Ansprechpartner
steht der VR-Präsident bis zur Einrichtung einer offiziellen Geschäftsstelle zur Verfügung. Die
Holz Thurgau AG sieht sich als verlässlicher Partner und Dienstleistungsunternehmen mit gutem
„Anbieter-Know-how“ zu Gunsten sowohl der Waldeigentümer als auch der Holzindustrie.
Der Verwaltungsrat ist von der aktiven Teilnahme aller Revierförster und Waldeigentümer
überzeugt, um der Holz Thurgau AG den verdienten Stellenwert im Holzmarkt zu verschaffen.
25.5.08, Georg Müller (VR-Präsident)

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Protokoll der Delegiertenversammlung vom 6. November 2007
09.11.07
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WVTG
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Informationen von der Präsidentenkonferenz vom 27. August 2007
28.08.07
Flächendeckende Bündelung angestrebt
Der WVTG strebt an, die Holzbündelung flächendeckend auf den ganzen Kanton auszudehnen. Dazu soll die bereits seit zwei Jahren bestehende Organisation «Holz Thurgau Süd» mit den Vermarktungsaktivitäten der Forstkreise 3 und 4 vereinigt werden. Ziel ist, eine einzige Plattform mit regionalen Stützpunkten einzurichten und Massensortimente wie Fichten-/Tannenholz, aber auch Laubholz-Spezialitäten sowie weitere Sortimente (z.B. Energieholz) zu vermarkten. Dazu soll eine Genossenschaft gegründet werden, bei der neben dem WVTG auch Forstreviere und einzelne Waldbesitzer durch Zeichnung von Anteilscheinen Mitglied werden können.

Die Forstreviere werden nun aufgefordert, in ihren Reihen die entsprechende Meinungsbildung durchzuführen. An der ordentlichen Delegiertenversammlung des WVTG vom 6. November 2007 in Weinfelden wird mittels Konsultativabstimmung über die Gründung der Genossenschaft befunden. Im ersten Quartal 2008 soll dann die Gründungsversammlung der Genossenschaft stattfinden, an der die Organe (Verwaltungsrat, Geschäftsführung etc.) zu bestimmen sind, so dass die Organisation auf die Vermarktungsperiode 2008/2009 die Arbeit aufnehmen kann.

Die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Geri Schwager und den Herren Max Brenner, Walter Koch, Walter Bollier, Andreas Roth, Jürg Steffen, Stefan Ernst, Georg Müller und Mathias Rickenbach wird in den nächsten Wochen das Projekt weiter vorantreiben, Statuten und Reglemente verfeinern und nach geeigneten EDV-Lösungen Ausschau halten.

Neuregelung der Beiträge
Die Forstreviere im Thurgau erfüllen verschiedene gesetzliche Aufträge, weshalb sie von Kanton einen Revierbeitrag erhalten. Das dazugehörende Auszahlungssystem, mittlerweile seit zehn Jahren in Kraft, soll nun auf das nächste Jahr geringfügige Modifikationen erhalten. 2007 werden die Beiträge noch nach dem alten System ausgerichtet, wobei das Forstamt anhand dieser Zahlen aufzeigt, wie sich die Zahlungen in den Folgejahren entwickeln werden.

Von den rund 80 Mio. Fr., die dank NFA dem Kanton Thurgau zufliessen, fällt auch ein Stück der Waldwirtschaft zu. Das Thurgauer Forstamt hat mit dem Bund eine Programmvereinbarung getroffen, wie die zusätzlichen Mittel verwendet werden. Ähnliche Vereinbarungen wird nun das Forstamt mit den Revieren treffen, die ihrerseits für gewisse Aufgaben etwas mehr Geld erwarten dürfen.

Zukunft Wald Thurgau
Unter diesem Titel hat das Forstamt ein neues Leitbild geschaffen, das dem Forstdienst in den kommenden Jahren als wirksames Leitinstrument in der Ziel- und Prioritätensetzung dienen soll. Das Leitbild beinhaltet als zentrales Element die Walderhaltung, wobei volks- und betriebswirtschaftliche Leistungen sowie gesellschaftliche Leistungen und die soziökonomische Bedeutung eingeflossen sind. Insgesamt sind 20 Leitideen in das neue Konzept eingeflossen, das als Broschüre beim Forstamt Thurgau erhältlich ist.

Berufsbildungsfonds
Das neue Berufsbildungsgesetz hat zur Folge, dass die einzelnen Branchen einen Berufsbildungsfonds (BBF) äufnen müssen. Die Waldwirtschaft hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dieser Thematik beschäftigt, sich dabei aber speziell mit diesem BBF schwer getan. Das Hauptziel des BBF ist eine weitgehende Entlastung der Ausbildungsbetriebe bei den Restkosten der überbetrieblichen Kurse. Im Idealfall kann der BBF diese Restkosten vollständig übernehmen. Das zweite Ziel ist die Beteiligung an den Restkosten der beruflichen Weiterbildung (z. B. Vorarbeiter-, Maschinenführer-, HF-Förster-Ausbildung). Daneben sollen nationale Aufgaben der Grundbildung (z. B. Massnahmen für die Berufswerbung) ermöglicht werden.

Zur Mittelgenerierung ist ein einfacher Beitragschlüssel vorgesehen: Jeder Forstbetrieb leistet einen jährlichen Sockelbeitrag von Fr. 500.–. Dazu kommen Beiträge pro Mitarbeiter im Umfang von Fr. 200.– im Jahr. Der Beitrag für den Betriebsleiter ist im Sockelbeitrag eingeschlossen. Für Teilzeitbeschäftigte mit maximalem Beschäftigungsgrad von 50% werden im Jahr Fr. 100.– fällig. Lehrlinge sind beitragsbefreit. Der BBF ist momentan ein reiner Arbeitgeber-Fonds.
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Richtpreisempfehlungen Stand Jan. 2007
22.01.07
Lesen Sie die "Neue Richtpreis-Empfehlung" von den Ostschweizer Waldwirtschaftsverbänden.
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Richtpreisempfehlungen Stand Dez. 2006
22.11.06
Mit dem Titel „Richtpreisempfehlungen Stand Dez. 2006“ soll dokumentiert werden, dass diese von den Ostschweizer Waldwirtschaftsverbänden vorgeschlagenen Richtpreise zeitlich nur bedingt Gültigkeit haben. Gegenwärtig kann kein Marktakteur in Mitteleuropa eine Prognose abgeben, wo sich die Holzpreise anfangs nächstes Jahr tatsächlich bewegen werden. Darum bilden die vorliegenden Empfehlungen nur den Stand vom Dezember 2006 wider. Trotzdem sind die Waldbesitzer aufgerufen, der geänderten Marktlage Rechnung zu tragen und zu den stark verbesserten Preisen auch Nutzungen zu tätigen. Es ist zu erwarten, dass sich die Holzmarktlage Ende Jahr beruhigen wird.

Die vorliegenden Richtpreis-Empfehlungen der Ostschweizer Waldwirtschaftsverbände wurden bewusst nicht zusammen mit dem Sägereiverband (HIS-Ost) erstellt. In der heutigen Holzmarktlage müssen alle Akteure flexibel auf Veränderungen reagieren können. Die vom Zürcher Waldwirtschaftsverband mit HIS Ost veröffentlichten Preisempfehlungen haben für die Ostschweizer Waldbesitzer keine Gültigkeit.

Wir bitten die Waldbesitzer dringend, für Preisverhandlungen ausschliesslich die Richtpreis-Empfehlungen der „Ostschweizer Waldwirtschaftsverbände“ anzuwenden. Es ist ein Gebot der Wirtschaftlichkeit, sich für einen bestmöglichen Erlös des wichtigsten Waldproduktes einzusetzen.

Weiter empfehlen wir, derzeit nur Preise bis Ende Dezember 2006 abzumachen. Für die Verkäufe ab Januar 2007 bis zum Frühjahr muss die weitere Marktentwicklung abgewartet werden. Sobald verlässlichere Fakten vorliegen, wird wieder über die aktuelle und voraussichtliche Marktentwicklung orientiert.
WVTG
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Protokoll DV 2006
Download Protokoll (PDF 125KB)
WVTG
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SHF-Einzug im Thurgau ab 2007
05.Sept.2006
Bisheriger Einzug und Überweisung an den SHF Schweiz:
- Die Thurgauer Waldwirtschaft (ohne Holzindustrie) lieferte von 1990 – 2004 im Durchschnitt jährlich Fr. 77'352.- an die SHF-Zentralkasse nach Solothurn ab.

- Mit der Stammholznutzung über die gleiche Periode verglichen, beträgt die Überweisung durchschnittlich Fr. 0.71 pro Kubikmeter.

Einzug ab 2007:
Die Inkassostelle Thurgau ist bestrebt, den SHF-Einzug für alle Beteiligten zu vereinfachen.

- Die Zahlungen an die SHF-Zentralkasse sollen im Durchschnitt der letzten Jahre liegen.
- Der SHF-Einzug soll zentral und jährlich über die Forstrevierkörperschaften getätigt werden. Er richtet sich nach der Stammholznutzung der Forststatistik . Massgebend für den Einzug ist jeweils die Nutzung des Vorjahres.
- Wird die durchschnittliche Überweisung an SHF Schweiz von Fr. 0.71 auf die produktive Waldfläche im Thurgau umgerechnet, ergibt sich daraus ein Hektarbeitrag von ca. Fr. 4.00.

Empfehlung an die Forstrevierkörperschaften:
Die Forstrevierkörperschaft ist frei im Verfahren, wie sie den SHF-Beitrag bei den einzelnen Waldbesitzer einfordern will. Ihr bieten sich dazu folgende Lösungen:

- Die Forstrevierkörperschaft bezahlt den SHF-Beitrag an die kantonale Inkassostelle aus der laufenden Rechnung und ohne dem Waldbesitzer einen Anteil direkt zu belasten. In der Revierabrechnung muss der Betrag als expliziter Aufwandposten ausgewiesen und für den Waldbesitzer ersichtlich sein.

- Die Forstrevierkörperschaft kann, gemäss Berechnungen, den SHF-Beitrag über eine Erhöhung des Hektar-Beitrages von ca. Fr. 4.00 einfordern.

- Die Forstrevierkörperschaft kann den SHF-Beitrag wie bis anhin beim Holzertrag in Abzug bringen oder über die jeweilige Nutzung separat einfordern.

Unabhängig, nach welcher Methode die FRK den SHF-Beitrag beim Waldbesitzer einfordert, muss sie der kantonalen SHF-Inkassostelle Fr. 4.- pro ha Waldfläche (Forststatistik) abliefern.

Beschluss über Änderung an Delegiertenversammlung:
Definitiv über die Änderung des SHF-Einzugs wird die Delegiertenversammlung des WVTG vom kommenden November 2006 beschliessen.

Waldwirtschaft Verband Thurgau
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Gut besuchte Informationsveranstaltung
17.Aug.2006

Mitte August organisierte der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) einen Informationsabend, an dem Themen wie effiziente Verwaltung von Waldeigentum, Mehrwertsteuer in der Forstwirtschaft, Bündelung des Holzmarkts und neuer Einzug beim Selbsthilfefonds diskutiert wurden.

Nicht nur die übrige Wirtschaft, auch die Forstwirtschaft befindet sich in einem sich immer rascher ändernden Umfeld. So war es dem Vorstand des WVTG schon seit längerer Zeit ein Anliegen, die Vertreter der Forstreviere und die grösseren Waldbesitzer zu einem Informationsabend einzuladen und dabei aktuelle Themen tiefgründiger zu behandeln, als die an den ordentlichen Delegiertenversammlungen jeweils möglich ist. Dass die Organisatoren mit ihrem Vorhaben richtig lagen, zeigte sich an der grossen Anzahl der Besucher.

Waldverwalter
Mit dem Thema «Wie wird ein grosses Waldeigentum effizient und verantwortungsbewusst verwaltet» setzte sich Alex Hasler auseinander. Hasler ist seit gut einem Jahr nebenberuflich als Verwalter für die 100ha umfassenden Waldungen des zum Kloster Einsiedeln gehörenden Schlosses Sonnenberg zuständig. Praxisnah zeigte er auf, welche Abmachungen zwischen ihm als Verwalter und dem Eigentümer bestehen, welche Vollmachten er besitzt und wie die verschiedenen Entscheidungen gefällt werden. Zentrale Punkte in Haslers Ausführungen waren das Aufstellen eines möglichst exakten Budgets, das Führen einer differenzierten Rechnung und das abschliessende Controlling. Zuhanden des Eigentümers verfasst Hasler zudem jedes Jahr einen ausführlichen Jahresbericht, der nebst den buchhalterischen Daten auch technische Angaben über die Bewirtschaftung der Waldungen beinhaltet.

Tücken der Mehrwertsteuer
Beim Thema «Mehrwertsteuer» konnten die Anwesenden hautnah erleben, was es heisst, sich mit hunderten Seiten von Paragraphen und Vorschriften auseinander zu setzen, um für den eigenen Betrieb die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Christian Widauer hat sicher dieser Herausforderung angenommen und präsentierte in seinen Ausführungen verschiedene Aspekte der Steuerpflicht. Insbesondere wies er mit verschiedenen Praxisbeispielen auf mögliche Vorteile bei einer freiwilligen MWST-Unterstellung hin. Die Diskussion zeigte aber, dass jeder einzelne Fall wieder anders gelagert ist und nach einer speziellen Beurteilung verlangt. Deshalb riet Widauer, den «eigenen Fall» mit einer Fachperson zu beurteilen. Tappt man nämlich in die «Steuerfalle», so kann dies unliebsame Überraschungen beinhalten, hat doch die Steuerverwaltung das Recht, entgangene Einnahmen bis fünf Jahre rückwirkend und mit Verzugszins einzufordern.

Erfolgreiche Bündelung
Mit acht Revieren startete der WVTG im letzten Herbst eine gemeinsame Holzvermittlung. Mittlerweile liegen die ersten Resultate vor. So wurden rund 25000m3 Holz vermittelt und damit ein Umsatz von knapp 2 Mio. Fr. generiert. Die «Vermarktungskosten», die über eine Umverteilung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen des Kantons finanziert werden konnten, beliefen sich auf Fr. 2.66 je m3 Rundholz. Der WVTG hat beschlossen, die Holzbündlung weiter zu betreiben, wird aber auf die nächste Saison hin punktuelle Verbesserungen vornehmen. Insbesondere wird die Einbindung in die im Entstehen begriffene Ostschweizer Holzvermarktungsstelle ein zentrales Thema sein.

Neuer SHF-Einzug
In einer Art Vernehmlassung präsentierte WVTG-Präsident Bernhard Friedrich einen Entwurf zum neuen Verfahren des SHF-Einzugs. Dieser Beitrag wurde bis anhin über die geschlagene Menge Stammholz berechnet. Nachdem die Holzkäufer sich für ein neues Einzugsverfahren entschieden haben, drängt sich auch bei der Waldwirtschaft eine Änderung dieses paritätisch geäufneten Fonds auf. Der WVTG beabsichtigt, den SHF-Beitrag künftig pro Hektar Waldbesitz einzuziehen, und so in solidarischer Weise alle Nutzniesser des Fonds zur Kasse zu beten. Geplant ist ein Beitrag von Fr. 4.00 je ha, den der Verband über den ordentlichen Jahresbeitrag bei den Revieren einzuziehen gedenkt. Endgültig über diesen Vorschlag wird jedoch die Delegiertenversammlung im kommenden November entscheiden.
Roman Engeler
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Projekt «Holzmarkt Ostschweiz»

29. Mai 2006
Mit dem gemeinsamen Projekt «Holzmarkt Ostschweiz» wollen die Ostschweizer Waldwirtschaftsverbände und Kantonsoberförster gemeinsam die Holzvermarktung in der Ostschweiz auf die neuen Bedürfnisse des nationalen und internationalen Markts ausrichten. Das Projekt soll optimale organisatorische Voraussetzungen zur Mobilisierung von Rohholzpotentialen schaffen. Es soll sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Holz verarbeitenden Betriebe im In- und Ausland zufrieden gestellt werden können. Die Projektziele sind:
• Erfüllung der Bedürfnisse des internationalen Markts,
• Sicherstellung des Rundholzbedarfs für nationale und regionale Kunden,
• Stärkung der Zusammenarbeit der kantonalen und regionalen Vermarktungsstellen,
• Zurverfügungstellung von effizienten und leistungsstarken EDV-Systemen mit    Zugriffsmöglichkeiten für alle Beteiligten,
• Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Waldeigentümern,
• Gewährleistung der Weiterbildung des Forstdienstes im Bereich Holzvermarktung, Holzernte und gemeinsamer Bewirtschaftung.
Das Projekt «Holzmarkt Ostschweiz» umfasst den Wald aller Ostschweizer Kantone (TG, SG, GL, AI, AR, SH GR, ZH) und des Fürstentums Liechtenstein und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bund durchgeführt.
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Sichere Versorgung mit Rundholz
18. April 2006
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Mit Erstaunen hat der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) von der seitens der Holzindustrie geübten Kritik betreffend einer mangelhaften Versorgung der Holzverarbeiter mit Rohstoffen Kenntnis genommen. Der Verband möchte diese Kritik nicht unbeantwortet lassen und legt nachfolgend seine Sicht der Dinge dar.

• Die erzielte Wertschöpfung bei der Holznutzung ist nach wie vor ungenügend. Daran ändert auch die Tatsache wenig, dass in den letzten Monaten die Rund- und Energieholzpreise etwas angestiegen sind. Niemand nimmt gerne und vor allem freiwillig Defizite in Kauf, auch die Waldwirtschaft nicht, wenn gleich im Verantwortungsbewusstsein um die natürliche Grundlage und im Hinblick auf eine funktionierende Sozialpartnerschaft mit dem Forstpersonal viele Waldeigentümer und Forstbetriebe trotz ungenügender Wirtschaftlichkeit Holz ernten.
• Im Nachgang zum Sturm «Lothar» wurden viele Waldbesitzer mit einem zunehmenden Borkenkäferbefall konfrontiert, was laufend Zwangsnutzungen ausgelöst hat. Diese Zwangsnutzungen führten dazu, dass in den für den Holzschlag traditionellen Wintermonaten jeweils nur zurückhaltend Holz geerntet wurde, damit der Markt nicht gänzlich aus den Fugen geriet. Entgegen den Einschätzungen war der Borkenkäferbefall im vergangenen Jahr geringer, was in Kombination mit der guten Absatzlage der Holzindustrie zu einer leichten Verknappung auf dem Holzmarkt geführt hat. Zu dieser Verknappung haben der strenge Winter und die hohen Schneemengen auch in Tieflagen beigetragen, da der Abtransport vielerorts über Wochen oder Monate nicht möglich war.
• Der Schweizer Wald ist in der Lage, die gestiegene Nachfrage nach Rohholz zu befriedigen – aber nicht zu jedem Preis. Aus diesem Grund sind bisher auch die Lieferzusagen für die neuen Sägewerke nur eher zögerlich erfolgt. Die Lieferbereitschaft wird aber schlagartig steigen, wenn die Holzpreise jene Schwelle übersteigen, die der Waldwirtschaft einen ausreichenden Deckungsbeitrag bringt, der betriebswirtschaftlich nötig ist, um auch die Investitionen in die Waldpflege finanzieren zu können. Damit auch der Privatwaldbesitzer seinerseits mit Holzschlägen reagiert, sind jedoch eindeutige Preissignale zu setzen.

Die Waldwirtschaft hat in den letzten Jahren gezeigt, dass in der Holzernte Produktivitätsfortschritte erreicht wurden. Dieser Prozess ist nicht abgeschlossen und wird auch künftig eine der Herausforderungen der Branche sein. Zusammen mit der Holzindustrie ist die Waldwirtschaft daran interessiert, dem Rohstoff «Holz» in allen Bereichen zu mehr Marktanteilen zu verhelfen. Dieses Ziel wird umso eher erreicht, als dass die Wertschöpfung auf allen Stufen der Holzproduktion stimmt.

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Auf Marktsituation reagieren
10. April 2006

Im Hinblick auf mögliche Veränderungen auf dem Holzmarkt durch den bevorstehenden Markteintritt ausländischer Säger haben der Waldwirtschaft Verband Thurgau und das kantonale Forstamt Revierpräsidenten und Förster im April zu drei regionalen Rapporten eingeladen. Zentrales Anliegen war dabei, dass die Holzpreise sich dem – höheren – internationalen Niveau anpassen müssen.

Holz scheint wieder zu einem gefragten Artikel zu werden, stellt man doch fest, dass bestehende Verarbeiter mit Skepsis dem Markteintritt neuer Konkurrenten entgegen sehen und befürchten, künftig zu wenig Rohstoffe für ihre Werke zu erhalten, wenn die Verarbeitungskapazitäten dereinst markant gesteigert werden. Die Waldwirtschaft sieht diesem Problem eher gelassen entgegen, ist doch aus ihrer Sicht eine Trendwende auf dem Holmarkt, insbesondere was die preisliche Situation betrifft, unbedingt nötig. Sollte der Rohstoff knapp werden, dann werden auch die Preise steigen, und steigen die Preise, dann dürfte auch wieder mehr Holz – vor allem im Privatwald – geschlagen werden.

Unterschiedliche Preise
Betreffend Holzpreise zeigt sich momentan eine Diskrepanz zwischen einheimischen und ausländischen Verarbeitern. Albert Germann, der die gemeinsame Holzvermarktungsstelle der St. Galler und Thurgauer Waldwirtschaft leitet, konnte anhand konkreter Lieferungen und Simulationsberechnungen darlegen, das ausländische Sägewerke (vor allem österreichische) signifikant höhere Preise zahlen, so dass dem Waldbesitzer netto um die 10% mehr in der Tasche bleibt, als wenn die Ware auf dem einheimischen Markt abgesetzt wird. Erfolgen Preiskorrekturen nicht noch während dieser Vermarktungsperiode, so werden sie sicher Gegenstand der Verhandlungen für die nächste Verkaufssaison sein.

Projekt «Stallinger»
Im Weiteren wurde an den Rapporten über den Stand des Projekts «Stallinger» in Domat/Ems informiert. Man rechnet nach wie vor damit, dass der Rundholzplatz noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden kann, so dass ab Herbst 2006 Holz geliefert werden kann. Für die Ostschweizer Waldwirtschaftsverbände hat Albert Germann einen Rahmenvertrag für Holzlieferungen abgeschlossen. Details, insbesondere die Holzpreise, sollen an Gesprächen im Verlaufe dieses Sommers geregelt werden.
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FSC-Holzverkäufe aus den Thurgauer Forstrevieren 2005
31. März 2006

  2003 2004 2005
Nutzholz 19'585 m3 51'775 m3 136'460 m3
Industrieholz 5'525 m3 9'860 m3 14'470 m3
Brennholz 3'330 m3 1'285 m3 41'780 m3
Total 28'440 m3 62'920 m3 192'710 m3

kfa
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Unfalltage in den Revieren 2005
31. März 2006

  2003 2004 2005
Oeffentlicher Wald 211 Tage 152 Tage 209 Tage
Privatwald 275 Tage 70 Tage 176 Tage
Total 486 Tage 222 Tage 385 Tage

kfa
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Thurgauer Wälder mit neuem Zertifikat
20. Dezember 2005

Im Jahre 2000 leitete der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) die Zertifizierung der Wälder nach den Standards von FSC ein und dokumentierte damit, dass die Wälder im Kanton umwelt- und sozialverträglich bewirtschaftet werden. Ein solches Label ist jeweils für eine Periode von fünf Jahren gültig. Aufgrund der insgesamt positiven Erfahrung hat der Verband vor Jahresfrist beschlossen, an der Zertifizierung festzuhalten und beauftragte das in Weinfelden domizilierte Institut für Marktökologie (IMO) mit den notwendigen Audits der Forstreviere, um das FSC-Label für fünf weitere Jahre zu erhalten. Kurz vor Weihnachten konnten nun die ersten Prüfungen abgeschlossen werden und dem WVTG das neue Zertifikat übergeben werden.
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Rettet den Waldeigentümer
17. November 2005

An der Delegiertenversammlung des Waldwirtschaft Verbands des Kantons Thurgau wurden mit Walter Koch, Georg Müller und Walter Knöpfli drei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Kritisch äusserte man sich zur eben eingereichten Initiative «Rettet den Schweizer Wald».

Im Zentrum der statutarischen Geschäfte der Delegiertenversammlung des Waldwirtschaft Verbands Thurgau stand die Wahl des Vorstands, traten doch mit Paul Rickenmann (Dingenhart), Peter Sauter (Bissegg) und Willi Vogt (Güttungen) drei langjährige Vorstandsmitglieder zurück. An ihrer Stelle wurden Walter Knöpfli (Kesswil), Walter Koch (Lustdorf) und Georg Müller (Salenstein) gewählt. Bernhard Friedrich (Salenstein) als Präsident sowie Roman Engeler (Ettenhausen), Geri Schwager (Aadorf) und Fritz Zweifel (Münsterlingen) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Unnötige Initiative
Sowohl WVTG-Präsident Bernhard Friedrich wie auch Regierungsrat Hanspeter Ruprecht und der Präsident des schweizerischen Dachverbands, Nationalrat Max Binder, äusserten sich in ihren Grussworten kritisch zur Initiative «Rettet den Schweizer Wald», die kürzlich vom Umweltaktivisten Franz Weber eingereicht wurde und den produktiven Nutzen des Waldes gänzlich in den Hintergrund stellen möchte. Max Binder betonte, dass dieses Vorhaben unnötig sei und den Waldbesitzer nur zusätzlich bevormunden würde. «Eher müsste man fordern, rettet den Schweizer Waldeigentümer», meinte Binder.

Verschiedene Projekte

Im Verlaufe des vergangenen Geschäftsjahres hat der Verband mit der Re-Zertifizierung des Thurgauer Waldes nach den Richtlinien von FSC begonnen, eine erste regionale Holzvermarktungsorganisation geschaffen und sich intensiv mit den beiden Projekten zum Bau von Grosssägewerken beschäftigt. Diese Themen werden auch im laufenden Jahr aktuell bleiben.

Blick über die Kantonsgrenze
In einem Gastreferat informierte Thomas Scheitlin, Präsident des St. Galler Verbands, über die geplanten Änderungen bei der Waldorganisation im Kanton St. Gallen. Zentral ist dabei der Wegfall der Forstreviere, an deren Stelle fünf grosse Waldregionen treten. Diese Regionen können nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten weiter unterteilt werden und laufend eigenständige Optimierungen vornehmen. Die hoheitlichen Aufgaben werden weiterhin durch den Kanton und die Gemeinden finanziert, während Unterstützungsaufgaben, von denen der Waldbesitzer direkt profitiert, von Gemeinde und Waldbesitzer beglichen werden. Die Forstbetriebe sollen in Zukunft allein vom Waldeigentümer getragen werden. Als Leitungsorgan der Waldregionen sind Waldräte vorgesehen, die aus Gemeindevertretern und Waldbesitzern zusammengesetzt sind. Die Neuorganisation soll auf dem 1. Januar 2007 in Kraft treten und 0.5 Mio. Fr. Einsparungen bringen.

Kompetenzzentrum für Ausbildung
Um die Waldarbeit, vor allem die private Holzerei, sicherer zu machen, hat der Bundesrat die Waldwirtschaft Schweiz beauftragt, ein Ausbildungskonzept auszuarbeiten. Entstanden sind nun sechs schweizweit verteilte Ausbildungsstützpunkte, an denen laufend verschiedene Kurse rund um die Waldarbeit angeboten werden. Einer dieser Stützpunkte liegt in Fischingen und wird von Claude Engeler, Revierförster in Bichelsee-Balterswil, geleitet.

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Absatzchancen nutzen
4. Oktober 2005

Eine Informationsveranstaltung des Waldwirtschaft Verbands Thurgau (WVTG) über das geplante Grosssägewerk im Bündnerland stiess auf reges Interesse, besuchten doch über 100 Vertreter der Forstreviere den Anlass, an dem Vertreter des WVTG und der Bauherrschaft das weitere Vorgehen darlegten.

Seit einigen Monaten werden in der Wald- und Holzwirtschaft gleich zwei Projekte von Schweizer Grosssägewerken diskutiert: Das Holzverarbeitungszentrum Luterbach (SO) und ein Sägewerk im Bündnerland, das die österreichischen Sägereiunternehmer Gebrüder Stallinger nun in Domat/Ems realisieren wollen. Wie es den Anschein macht, wird mittelfristig wohl nur das letztgenannte und von der Bündner Regierung aktiv und mit finanziellen Mitteln unterstützte Vorhaben realisiert werden. Diese Unterstützung der öffentlichen Hand sorgte bei bestehenden Sägereien in den umliegenden Kantonen bereits für rote Köpfe, wofür aber nicht die Waldwirtschaft verantwortlich gemacht werden kann. Den in letzter Zeit arg gebeutelten Waldbesitzern eröffnet dieses neue Werk jedoch interessante Perspektiven, die es unbedingt zu nutzen gilt.

Grösse des Werks

Roger Keller, er leitet für die Firma Stallinger den Einkauf und die Logistik für das Schweizer Werk, stellte die Umrisse der geplanten Sägerei vor, die auf einem Gelände in Domat/Ems auf insgesamt 21 Hektar entstehen soll. Läuft alles nach Plan, das heisst, stimmt die Bürgergemeinde als Landbesitzerin dem Verkauf zu und bewilligt die Politische Gemeinde im November das Projekt, soll bereits im ersten Quartal des nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden. «Wir rechnen mit einer Bauzeit von 8-10 Monaten und wollen dann sukzessive in einem Zweischichtbetrieb auf eine Einschnittkapazität von 600000 Festmeter kommen», führte Keller aus.
Da ein grosser Teil es Holzes mit der Bahn angeliefert werden müssen, sind entsprechende Infrastrukturen vorgesehen. Zudem verhandelt man mit der SBB hinsichtlich wettbewerbsfähiger Frachtkosten.

Holzlieferungen

Die Holzlieferungen der Ostschweizer Kantone an dieses Werk sollen von der gemeinsamen Holzvermarktungsstelle der Waldwirtschaftsverbände St. Gallen und Thurgau koordiniert werden. Albert Germann als Leiter diese Stelle zeigte auf, dass dieses Sägewerk problemlos mit Rundholz beliefert werden kann, ohne die angestammte Kundschaft zu vernachlässigen. Da Stallinger heute schon 95% seiner Schnittwaren nach Übersee exportiert, sei zudem auch nicht mit einer übermässigen Belastung des inländischen Schnittwarenmarkts zu rechnen. «Wir sichern unsere Zukunft, wenn wir mit Lieferungen dieses Projekt unterstützen», rief Germann den Anwesenden zu.
In der Diskussion kamen die vom Werk gewünschten Lieferabsichten und die möglichen Holzpreise zur Sprache. Keller versprach dabei, dass Stallinger marktgerechte Preise zahlen werde. WVTG-Präsident Bernhard Friedrich appellierte an die Reviere, dem Verband bis Mitte Oktober die möglichen Liefermengen zu melden, damit die Bauherrschaft über eine fundierte Planungsgrundlage verfüge.

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Startschuss erfolgt
1. Juli 2005, ergänzt 13. Juli 2005

Im letzten Herbst orientierte der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) seine Mitglieder über das Projekt «Bündelung der Holzvermarktung». Noch diesen Herbst wird nun eine erste Vermarktungsregion ihre Arbeit aufnehmen.

Nach einer Orientierung über das Projekt «Bündelung der Holzvermarktung» startete der WVTG bei seinen Mitgliedern während des vergangenen Winters eine Umfrage hinsichtlich des vorhandenen Interesses an einer Teilnahme bei diesem neu aufzubauenden Holzvermarktungssystem. Die Ergebnisse dieser Befragung liessen sich in etwa dritteln, antworteten doch 8 Reviere sofort mit «ja» und 10 mit «ja, aber», während weitere 10 Reviere nichts davon wissen wollten. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete auf die anlässlich der Befragung aufgetauchten Fragen Lösungsvorschläge und setzte gleichzeitig die Vorarbeiten für das Implementieren einer ersten Vermarktungsregion fort.

Erste Region im Südwesten

Im Südwesten des Kantons wird nun mit den interessierten Revieren eine erste Vermarktungsregion gebildet, die bereits im Herbst 2005 die Arbeit aufnehmen wird. In der Person von Max Brenner (Thundorf) wurde auch schon jener Förster bestimmt, der für die Vermarktung des anfallenden Holzes zuständig sein wird. Unterstützt wird er in dieser Funktion von seinem Stellvertreter Hans Schrakmann (Revierförster Aadorf). Erste Schätzungen haben ergeben, dass die übrigen Förster der Vermarktungsregion durch den Einsatz eines regionalen Vermittlers im Umfang von 2-5% in ihrer Arbeit entlastet werden, wogegen beim Vermittler der Holzverkauf ein Pensum von 20% einnehmen dürfte. Der Vermittler wird diese Mehrbelastung insofern kompensieren, als dass er gewisse Arbeiten im Forstbetrieb seinem Vorarbeiter delegiert, indem hoheitliche Försteraufgaben teilweise durch seinen Vermittler-Stellvertreter ausgeführt werden und weitere Arbeiten spontan an andere Förster der Region abgetreten werden. Die allgemeinen Büroarbeiten, insbesondere die Rechnungsstellung und das Überwachen des Inkassos, werden einer entsprechenden Fachkraft übergeben.

Ablauf

Ziel ist es, dass sämtliches Holz (mit Ausnahme von bestimmten Kleinsortimenten) künftig über den Vermittler vermarktet wird. Dazu übergeben die Revierförster ihre Kundendaten und Marktinformationen dem Vermittler. Sie melden ihm auch nach erfolgter Nutzungsplanung den möglichen Hiebsatz und nehmen je nach Marktsituation oder Rückmeldung eventuelle Anpassungen vor. Nach dem Einschlag koordiniert der Vermittler die Transporte zu den Käufern und er stellt auch die Rechnungen aus. Beim Inkasso sind grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten offen. Favorisiert wird die Variante, wonach ein Käufer die Rechnung dem Vermittler bezahlt und dieser das Geld den Waldeigentümern weiterleitet. Dadurch hat der Vermittler eine optimale Kontrolle über die Geldflüsse im Revier.

Finanzierung

Im Rahmen der verfügbaren Mittel leistet der Kanton für diese Vermarktungsregion eine Anschubfinanzierung von 10’000Fr., die für den Aufbau einer tauglichen Infrastruktur zu verwenden ist. Zusätzlich wird aus dem Topf der gemeinwirtschaftlichen Leistungen, zu denen auch der Holzverkauf gehört, dem Revier, das den Vermittler angestellt hat, ein leistungsabhängiger Betrag von 1Fr. je Kubikmeter ausgeschüttet. Die Mittel hiefür stammen aus einem Fixabzug des Gesamtbetrags der gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Auf eine Vermittlungsgebührt wird nicht zuletzt im Interesse eines hohen Verkaufserlöses verzichtet.

Weiteres Vorgehen

Im Sinne einer weiterhin guten Zusammenarbeit mit den Holzkäufern wurden diese zum geplanten Vorgehen speziell informiert. Zudem ist unter den beteiligten Revieren eine vertragliche Abmachung zu erstellen und mit jenen Revieren, die für diese Holzvermarktung Personal teilweise zur Verfügung stellen, sind entsprechende Pflichtenhefte auszuarbeiten. Noch in diesem Sommer wird bei den Revieren in Warteposition eine weitere Umfrage gestartet, mit dem Ziel, auf das kommende Frühjahr zwei weitere Vermarktungsregionen bilden zu können. Ob dann auch Reviere dazu stossen werden, die sich in einer ersten Phase ablehnend zum Projekt geäussert haben, bleibt abzuwarten.

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Grosssägewerke
1. Juni 2005

Gleich für zwei Grosssägewerke sollen in der nächsten Zeit wichtige Entscheide gefällt werden. Einerseits geht um das Holzverarbeitungszentrum Luterbach (SO), mit dem der österreichische Sägereiunternehmer Andreas Kogler in einer ersten Phase 600000, später gar 1 Mio. Festmeter Rundholz verarbeiten möchte. Bevor er dieses 140 Mio. Fr. teure Werke zu realisieren beginnt, fordert er verbindliche Lieferzusagen von Holz und eine finanzielle Beteiligung seitens der Schweizer Waldwirtschaft im Umfang von rund 35 Mio. Fr. Anderseits sind die Gebrüder Stallinger, ebenfalls in Österreich als Sägereiunternehmer aktiv, im Gespräch. Sie wollen in Untervaz (GR) ein ähnlich grosses Projekt umsetzen und haben von der Bündner Regierung bereits konkrete Zusagen für Investitionshilfen erhalten.
In diesem Zusammenhang wurden sowohl in Kreisen der Waldbesitzer, als auch bei der Holzindustrie Schweiz verschiedentlich die finanzielle Beteiligung der Waldwirtschaft und die langfristigen Holzlieferverträge intensiv diskutiert. Der WVTG nimmt in diesen Fragestellungen vorerst eine abwartende Position ein. Der Vorstand des WVTG wurde in dieser Haltung insofern bestärkt, weil auch im Thurgau konkrete Projekte, wenn auch nicht im Umfang der beiden Grosssägewerke, anstehen, die für die Thurgauer Waldwirtschaft interessante Perspektiven quasi vor der Haustüre eröffnen können.

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Bündelung Holzvermarktung
1. Juni 2005

Die Umfrage bei den Revieren punkto Teilnahme am Projekt «Bündelung der Holzvermarktung» ist abgeschlossen. 10 Reviere haben einem Beitritt zugestimmt, weitere 10 antworteten mit «ja, aber», wogegen 8 bei diesem Projekt nicht mitmachen wollen. Mitte Mai hat sich die Arbeitsgruppe zu einer Lageanalyse getroffen und dabei das weitere Vorgehen diskutiert. Für die Beantwortung der offenen Fragen, die an den Verband gerichtet waren, sind Lösungsvorschläge erarbeitet worden. Diese Vorschläge werden zusammen mit weiteren Informationen den beitrittswilligen Revieren und jenen, die mit «ja aber» geantwortet haben, an einer Informationsveranstaltung zusammen mit den Förstern Ende Juni 2005 vorgestellt.

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Ausländische Investoren entdecken den Schweizer Wald

4. April 2005

Ein Sägewerk mit europäisch konkurrenzfähiger Grösse fehlt in der Schweiz. Doch dies soll sich in absehbarer Zukunft ändern, bekunden doch gleich zwei österreichische Investoren Interesse am Bau von grossen Holzverarbeitungszentren.

Das Faktum, dass der Schweizer Wald mit einem Vorrat von mehr als 360 m3 Holz pro Hektar einen der höchsten Durchschnittsvorräte in Europa aufweist, hat ausländische Sägereibetreiber auf den Plan gerufen. Schon seit einiger Zeit sondiert Andreas Kogler nach Möglichkeiten, im solothurnischen Luterbach mit einem Sägewerk und einer Einschnittkapazität von rund 600000m3 (späterer Ausbau bis 1Mio. m3 geplant), den begehrten natürlichen Rohstoff verarbeiten zu können. Obwohl der Sägereiunternehmer aus Kärnten lange Zeit gegen allerlei Widerstände ankämpfen musste, ist sein Projekt nun weit fortgeschritten. Bekommt er bis Ende Sommer 2005 von den Schweizer Waldbesitzern die Zusicherungen für die notwendige Holzmenge, dann will er mit der Baueingabe sein Projekt definitiv starten. «Für die Schweizer Waldwirtschaft schlägt am 31. August 2005 die Stunde der Wahrheit», verkündete Kogler an einem Treffen mit Verbandsvertretern der Waldwirtschaft. Neben den Lieferzusagen, in einer ersten Phase für jährlich 600000m3, pocht Kogler aber auch auf eine finanzielle Beteiligung der Waldbesitzer an seinem Sägewerk. Rund 35 Mio. Fr. sollen dabei die Holzlieferanten beisteuern, während Kogler selbst ebensoviel investiert und weitere 70 Mio. Fr. auf dem Kapitalmarkt in Form von Darlehen beschafft werden.
Geradezu mit offenen Armen wird im Bündnerland ein anderes Unternehmen aus unserem östlichen Nachbarland empfangen. So werden die Oberösterreicher Gebrüder Franz und Leopold Stallinger, die Sägewerke mit insgesamt über 1000000m3 Verarbeitungskapazität betreiben, mit einem nicht rückzahlbaren Investitionskredit, einem Darlehen und einer 10jährigen Steuerbefreiung von der Bündner Regierung nach Untervaz gelockt, um dort auf einem rund 25 Hektar grossen Gelände im Baurecht eine Anlage für einen jährlichen Einschnitt von gegen 800000m3 Holz aus dem Boden zu stampfen. Die Baukosten des geplanten Werks liegen zwischen 80 und 100 Mio. Fr.


Woher das Holz?

Die jährliche Holznutzung in der Schweiz beträgt rund 7 Mio. m3. Diesem Verbrauch steht ein jährlicher Zuwachs von fast 10 Mio. m3 gegenüber. Eine vermehrte Holznutzung sei heute dringender denn je, wolle man den Wald in ausgeglichenen Beständen halten. Unterlasse man dies, werde die Naturverjüngung behindert, die biologische Vielfalt des Ökosystems «Wald» beeinträchtigt oder die Schutzfunktion massiv eingeschränkt, schreibt die eidgenössische Forstdirektion in einer Medienmitteilung.
Holz für eine höhere Einschnittmenge ist also genügend vorhanden. Die Frage stellt sich nur, ob die Waldbesitzer auch bereit sind, angesichts der kaum kostendeckenden Preise mehr zu fällen und dadurch noch höhere Defizite einzufahren. Denn heute richten sich die Nutzungsziele weniger nach dem Zuwachs im Wald, sondern nach den wirtschaftlichen Gegebenheiten, die das Überleben auf dem Markt erlauben.

Haben Grossprojekte Chancen?

Beide Projekte – sowohl das von Kogler, wie jenes der Stallinger – sollen in den nächsten zwei bis vier Jahren realisiert werden und den Betrieb aufnehmen. Während Stallingers Vorhaben erst bei Insidern bekannt gemacht wurde – Mitte April dieses Jahres sollen jedoch die Bünder Waldbesitzer und die Presse detailliert orientiert werden –, ist Kogler bereits seit längerer Zeit mit der Waldwirtschaft und den Behörden im Gespräch. Planerisch ist das als «Holzverarbeitungszentrum (HVZ) Luterbach» bekannte Projekt weit fortgeschritten, das entsprechende Gelände umgezont und Partner für die Restholzverwertung wie Borregaard (Zellulose für die Papierherstellung) und die AEK Energie AG in Balsthal (Sägemehl und Rindenschnitzel zur Pelletsproduktion) haben bereits Platz im Boot genommen. Auf die konkreten Zusicherungen für Holz und Geld seitens der Waldbesitzer wartet Kogler aber immer noch.
Das soll sich nun ändern. Der Waldwirtschaft Verband Schweiz (WVS) hat unter Führung ihres Präsidenten Nationalrat Max Binder eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Beteiligungsform der Waldbesitzer konkretisieren soll. Im Verlaufe des Sommers sollen die kantonalen Verbände ihre Mitglieder orientieren. Vorgesehen ist, dass der WVS eine Aktiengesellschaft gründet, die über einzelne Waldbesitzer dem HVZ die von Kogler geforderte Finanzspritze verpasst. Gleichzeitig will man auch dafür sorgen, dass die notwendigen Absichtserklärungen für die Holzlieferungen unterschrieben werden.

Widerstand

kommt weniger aus Kreisen der Waldbesitzer, als vielmehr seitens der einheimischen Holzindustrie. Mit den Österreichern kommt für sie nur unliebsame Konkurrenz auf den Markt. So liess sich beispielsweise Hansruedi Streiff, Direktor von Holzindustrie Schweiz, zitieren: «Koglers Werk hat keine Chance». Zu teuer seien Boden-, Transport- und Energiekosten in der Schweiz, als dass es bei uns attraktive Standorte für solch grosse Betriebe geben könne. Zu einem anderen Schluss kommen hingegen die Banken. Eine Schweizer Grossbank, die im Auftrag des WVS den Businessplan Koglers unter die Lupe nahm, bezeichnete das Projekt als durchaus realistisch.
Im Hintergrund scheinen aber die Schweizer Säger mit allen Mitteln gegen die österreichischen Eindringlinge zu kämpfen. So hört man davon, dass sie mit höheren Preisangeboten die Waldbesitzer von Lieferungen an Kogler abhalten wollen. Auch die Tatsache, dass innert weniger Tage sich gleich ein Dutzend Säger beim WVS meldete und – allerdings wenig verbindliche – Investitionsabsichten kundtaten, lässt vermuten, dass die Säger dunkle Wolken auf sich zukommen sehen.
Kogler beschwichtigt in dieser Frage. Das Holzangebot sei da, selbst für weitere Grossprojekte bestünde Platz. Zudem, so Kogler weiter, biete er vor allem Absatzmöglichkeiten für eher problematische Sortimente.

Und die Holzpreise?

Holz gilt handeltechnisch als Industrieprodukt und geniesst in der Schweiz deshalb keine Sonderstellung wie beispielsweise Agrargüter. Aus diesem Grund sind die Holzpreise einem harten internationalen Konkurrenzkampf ausgesetzt und zeigen eine sinkende Tendenz, was die Waldwirtschaft zusehends in Schwierigkeiten bringt, obwohl die Holznutzung in den letzten Jahren stetig rationalisiert werden konnte. Gemäss Abrechnungen von 664 Betrieben wurde 2003 im Schweizer Wald pro Hektar ein Defizit von 72Fr. und pro m3 ein solches von 15Fr. erzielt.
Die Waldeigentümer fordern deshalb höhere Holzpreise, auch von den geplanten Grosssägewerken. Ihre Skepsis gegenüber den ausländischen Investoren gilt dem signalisierten Preis. Bei Koglers Rechnung liegt dieser in einer Grössenordnung von 60 Fr. pro m3, könnte sich bei maximaler Verarbeitungsmenge jedoch auf 75 Fr. entwickeln.
Einer der Promotoren des HVZ, Nationalrat Hermann Weyeneth, fordert schon lange eine Verdoppelung der Einschnittkapazitäten. Der Präsident der Berner Waldbesitzer meint: «Wir brauchen Verarbeitungsbetriebe, die auf ausländischen Märkten konkurrenzfähig sind. Kogler ist auf diesen Märkten tätig. Er bietet dem Schweizer Wald diese Märkte an und wir wollen die Chance nutzen».

Fazit

Der internationale Holzmarkt wächst, und dies nicht erst, seit die Stahlpreise angezogen haben. Beim Segment «Leimbinder» beträgt die jährliche Zuwachsrate in Europa rund 300000 m3. An sich eine enorme Menge, da sollte sich auch die Schweiz mit ihren hohen Holzvorräten ein Stück dieses Kuchens abschneiden. Die Erhöhung des Holzeinschnitts liegt deshalb im Interesse der Waldwirtschaft. Langfristige Verträge mit gesicherten Absatzmengen von Holz lassen noch vorhandene Rationalisierungsmöglichkeiten in der Holzernte nutzbar machen.

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Gesamter Thurgauer Wald zertifiziert
7. Februar 2005

Vor fünf Jahren hat der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) beschlossen, seinen Mitgliedern (Forstreviere) den Beitritt zu einer Gruppenzertifizierung nach den Vorgaben von FSC zu ermöglichen. Mit dem Beitritt der beiden letzten Reviere Ermatingen und Güttingen ist somit die gesamte Thurgauer Waldfläche – 19460 Hektaren – FSC-zertifiziert. An einer Medienorientierung konnte WVTG-Präsident Bernhard Friedrich die entsprechenden Dokumente an Revierförster Werner Kreis (Ermatingen) und an Revierpräsident Willi Vogt (Güttingen) überreichen.

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WVTG beschliesst Re-Zertifizierung

10. Dezember 2004

2005 läuft im Kanton Thurgau die erste 5-jährige Periode der FSC-Zertifizierung ab. An der Delegiertenversammlung des Waldwirtschaft Verbands Thurgau (WVTG) von Mitte November wurde dem Antrag zugestimmt, einerseits an diesem Label festzuhalten, anderseits mit einer neuen akkreditierten Zertifizierungsstelle einen entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen. Künftig wird nun das in Weinfelden (TG) domizilierte Institut für Marktökologie den WVTG bei der FSC-Zertifizierung begleiten.
Nachdem mit Ermatingen und Güttingen die letzten beiden Reviere den Beitritt zur Gruppenzertifizierung beschlossen haben, ist nun die gesamte Waldfläche des Kantons FSC-zertifiziert. Der WVTG steht nach wie vor hinter der Waldzertifizierung. Obwohl der direkte Nutzen für den Waldbesitzer eher gering ist, ist es für die Waldwirtschaft heute unabdingbar, dass man sich den Zutritt zu allen nationalen und internationalen Absatzmärkten offen hält.

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Gewinnbringender vermarkten
Oktober 2004

Ein bekanntes Bild: Tiefe Holzpreise und eher zurückhaltende Holzkäufer belasten die Waldwirtschaft. Mit einem ehrgeizigen Projekt versucht der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG), die Holzvermarktung zu bündeln und damit diesem negativen Trend entgegen zu treten.

Dass das Projekt «Bündelung der Holzvermarktung» einiges an Brisanz aufweist, zeigte sich am Aufmarsch von weit über 100 Delegierten aus den insgesamt 32 Revieren zur Informationsveranstaltung von Mitte Oktober des WVTG. Das Ziel, das man mit diesem Projekt anstrebt, ist klar: Man will die abgesetzten Mengen von Holz aus dem Kanton Thurgau erhöhen und die erzielten Durchschnittserlöse verbessern.
Um dies zu erreichen, soll die Vermarktung weiter professionalisiert werden. Durch die Reduktion der Transaktionskosten für die Abnehmer, das bessere Anbieter-Know-how und das Zusammenführen grösserer Posten sollen die national und international gültigen Preise realisiert werden. Das Projekt zielt nicht darauf ab, dem lokalen Förster etwas (die Holzvermarktung) wegzunehmen, sondern dem Waldbesitzer zu einem besseren Erlös zu verhelfen.

Fahrplan

Noch in diesem Winter sollen die Forstreviere darüber befinden, ob sie bei diesem Projekt mitmachen wollen oder nicht. In der Folge startet das Auswahlverfahren für jene Förster, die sich schwergewichtig mit der Bündelung des Angebots und der anschliessenden Vermarktung befassen wollen. Geplant ist, dass analog den künftigen vier Forstkreisen im Kanton je ein Förster diese Aufgabe im Sinne einer Spezialisierung übernimmt und im Gegenzug dafür andere Arbeiten an Kollegen abgibt.
Im Sommer 2005 sollen diese Förster geschult werden und im Herbst schliesslich mit ihrer Zusatzarbeit beginnen. Finanziert wird das Ganze über die Palette der gemeinwirtschaftlichen Leistungen der öffentlichen Hand, die eine leichte Umverteilung erfahren werden. Träger der vier regionalen Vermittlungsstellen sind die jeweiligen Forstreviere, bei denen die Förster bereits angestellt sind.

Aufgaben

Der sogenannte Vermarktungsförster hat die Aufgabe, den Kundenkontakt hinsichtlich einer optimalen Versorgung zu pflegen, sich laufend Marktinformationen zu beschaffen und neue Absatzkanäle zu erschliessen. Zudem muss er über die Nutzungsplanung informiert sein, damit er rechtzeitig nach Absatzmöglichkeiten suchen kann. Er ist auch zuständig für die Logistik, indem er die Revierförster und die Waldeigentümer über die Anforderungen bezüglich der Bereitstellung des Holzes instruiert. Für das vermittelte Holz wird namens des Waldbesitzers Rechnung gestellt und auf Wunsch auch das Inkasso besorgt. Auch eine Vermittlungsgebühr wird verzichtet, hingegen bleibt das Delkredere-Risiko beim Verkäufer (Waldbesitzer).

Ausblick

Die Neuorganisation der Vermarktung soll auch Voraussetzungen schaffen, dass Forstunternehmer vermehrt als Dienstleister zum Zuge kommen. Aufgrund einer umfassenden Nutzungsplanung lässt sich der Unternehmereinsatz nämlich besser und auf grösseren Flächen koordinieren.
Ob das Projekt zu Stande kommt und Erfolg zeitigen wird, hängt nicht zuletzt vom Engagement der Forstreviere ab. Nur wenn eine überwiegende Mehrheit der Reviere Zustimmung signalisiert, kann das neue System überhaupt erst implementiert werden.

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WVTG-Vorstand im Allgäu
September 2004

Im Rahmen einer Studienreise besuchte der Vorstand des Waldwirtschaft Verbands Thurgau die Waldbesitzervereinigung Kempten und erhielt dort ein fundierten Einblick in zukunftsweisende Projekte rund um die Holzvermarktung.

Staatliche Stellen dürfen in Bayern lediglich Beratungsfunktionen im Privatwald wahrnehmen, weitergehende Dienstleistungen, beispielsweise die Vermarktung des Holzes, sind nicht gestattet. Zu diesem Zweck gibt es Waldbesitzervereinigungen, wie die vor etwas mehr als dreissig Jahren gegründete WBV Kempten, die rund 1400 Mitglieder umfasst und einen Geschäftsführer und rund zehn Angestellte beschäftigt. Neben einer professionellen Holzvermarktung ist die WBV Ansprechpartner für alle waldwirtschaftlichen und jagdpolitischen Fragen.

Probleme mit Werksvermessung

Rund 60000m3 Rundholz vermarktet die Vereinigung heute. «Bis anhin mit gutem Erfolg», wie Hugo Wirthensohn betont, der als Förster die WBV-Mitglieder berät. Aber in letzter Zeit konnte die Holzindustrie dank Absprachen die Werksvermessung durchsetzen, und dies nicht zum Vorteil der Waldbesitzer. «Vielfach kam es vor, dass von einem grossen Posten die letzte und für den Zahlungstermin massgebende Fuhre sehr spät ausgeführt wurde, und die Werksvermessung dann schlechte Werte lieferte», resümiert Wirthensohn, und fragt sich: «Wie konnten wir dann das bereits verarbeitete Holz nochmals überprüfen?» Wirthensohn ist nicht zimperlich und spricht dabei von legalisiertem Betrug.
Die WBV will nun reagieren und der Marktmacht der Abnehmer wirkungsvoll entgegentreten, um mindestens auf «gleiche Augenhöhe zu kommen». Unter dem Markenzeichen «Allgäuholz» plant man die Bündelung des gesamten Rundholzangebots der Region. «Mit rund 300000m3 wäre man ein stärkerer Verhandlungspartner», meint Wirthensohn. In einem weiteren Schritt plant die WBV und mit ihr weitere Vereinigungen der Region, sich an einem Sägewerk zu beteiligen, das den jährlichen Einschnitt von heute 300000 auf über 600000m3 erhöhen möchte. «Dann hätten wir einen eigenen Absatzkanal und somit eine nochmals stärkere Position auf dem Markt».

Biomassehof

Stark ist die WBV Kempten in der Vermarktung von Energieholz. Vor fünf Jahren konnte sie auf einem 16ha grossen Gelände, das man von der Bundeswehr günstig kaufen konnte, einen sogenannten Biomassehof einrichten, wozu man knapp 2 Mio. Fr. investierte (75% aus Einlagen von Mitgliedern, 25% aus Förderbeiträgen). Dort geschieht nun die marktgerechte Aufbereitung von Scheitern, Schnitzeln oder Rindenmulch. Zur Abrundung des Angebots werden auch Pellets und Briketts als Handelsware verkauft. Der Kunde kann dabei vom 10kg Sack Cheminee-Holz und Selbstabholung bis zur Lose-Lieferung mit Lastwagen vor die Haustüre wählen, auf welche Art er zu seinem Brennholz kommen möchte. «Wir setzen rund 5000m3 Energieholz um, Ziel sind jedoch 6000m3», hofft Hugo Wirthensohn.
Für die Thurgauer Delegation war diese Exkursion in den Allgäu ein wertvoller Erfahrungsaustausch, steht man doch selbst vor ähnlichen Herausforderungen.

Freilichtbühne Altusried

In Altusried ausserhalb Kemptens finden seit mehr als 120 Jahren Freilichtspiele statt. Die unsichere Witterung macht den Laienschauspielern, aber auch den Zuschauern immer wieder Striche durch die Rechnung. Mitte der 9oer Jahre kam die Idee auf, eine gedeckte Freilichtbühne aus Holz zu errichten. Mit Förster Hugo Wirthensohn, der zugleich im Gemeinderat sitzt, hatte die Waldwirtschaft einen geeigneten Lobbyisten zur Hand, der wesentlichen Anteil am Zustandekommen dieser einmaligen Anlage hat. Für diese 2500 Sitzplätze umfassende Bühne wurden rund 2000m3 Holz aus der unmittelbaren Region verbaut.

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Neuregelung Steuerpflicht für Forstreviere
März 2004

Regelmässig wurde der Waldwirtschaft Verband Thurgau (WVTG) in letzter Zeit von einzelnen Revieren angefragt, ob sich der Verband bei der kantonalen Steuerverwaltung nicht für eine Steuerbefreiung der Forstreviere stark machen könnte. Der WVTG sprach deshalb bereits verschiedentlich bei den massgebenden Stellen vor, letztmals anfangs Januar dieses Jahres, wobei man mit der Steuerverwaltung Folgendes vereinbarte:
• Grundsätzlich sind die Forstreviere als öffentlich-rechtliche Körperschaften gemäss kantonalem Recht
(§ 67 des Steuergesetzes) steuerpflichtig.
• So oder so entfällt die Steuerpflicht, wenn der Ertrag pro Jahr unter Fr. 5000.- liegt, oder das Vermögen weniger als Fr. 100'000.- beträgt.
• Die Steuerverwaltung verzichtet nun aber auf das Einfordern einer Steuererklärung, sofern die in der Jahresrechnung ausgewiesenen Arbeiten für Dritte weniger als Fr. 50'000.- betragen (in der Regel Reviere ohne eigene Betriebe). Sind die Einnahmen für solche Arbeiten grösser, so muss eine Steuererklärung eingereicht werden. Es empfiehlt sich daher, erstens eine saubere Buchhaltung zu führen und zweitens darin die Bereiche Hoheitsaufgaben und Betrieb, sollte ein solcher vorhanden sein, strikte zu trennen. Besser wäre allerdings, auch eine rechtliche Trennung zu vollziehen.
• Die bereits eingereichten Steuererklärungen jener Reviere, die in ihren Buchhaltungen Arbeiten für Dritte im Umfang von mehr als Fr. 50'000.- aufweisen, werden von der Steuerverwaltung ab Steuerjahr 1999 nochmals aufgearbeitet.
• Das Forstamt wird ab Rechnungsjahr 2002 jährlich bis Ende März sämtliche Jahresrechnungen einfordern und meldet der Steuerverwaltung künftig alle Reviere, die über einen eigenen Betrieb verfügen und Arbeiten für Dritte im Wert von mehr als Fr. 50'000.- verrechnen. Die Steuerverwaltung fordert dann diese Reviere auf, eine Steuererklärung einzureichen.
• Diese Regelung gilt ab dem Steuerjahr 2002.
Neben der Steuerpflicht der Reviere ist auch das Thema Waldbesteuerung stets von aktuellem Interesse. Handlungsbedarf besteht in dieser Frage jedoch in erster Linie auf politischer Ebene, nachdem das Verwaltungsgericht eine Beschwerde, mit der eine Befreiung von der Vermögenssteuer für den Waldbesitz gefordert wurde, abgelehnt hatte.

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  Waldwirtschaft Verband Thurgau, Steinerstr.3, 8253 Diessenhofen          Email: info@wvtg.ch
 
 
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