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Den Wald kennen wir als Lebensraum für viele
Pflanzen und Tiere, als Filter für Wasser
und Luft, als Produktionsstätte von Sauerstoff
oder - für uns Menschen besonders wichtig
- als Erholungs- und Erlebnisraum. Der Wald bietet
zudem Schutz vor Lawinen, Steinschlag, Hochwasser,
Wind und Erosionen. Der Wald hat aber vor allem
auch eine ökonomische Bedeutung, nämlich
die Holzproduktion. Holz ist ein wichtiger erneuerbarer
und einheimischer Rohstoff, der in der Schweiz
rund 90’000, im Thurgau etwa 3500 Arbeitsplätze
garantiert.
Die Waldfläche im Thurgau
beträgt gut 21’000 Hektaren, was etwa
21 % der Gesamtfläche des Kantons entspricht.
Der grösste Teil des Waldes, nämlich
56 % befindet sich in Privatbesitz (rund 9000
Waldbesitzer), 36 % besitzen Gemeinden und Korporationen,
7 % der Kanton und 1 % der Bund.
Im Thurgau befasst sich der Waldwirtschaft
Verband Thurgau (WVTG) mit der Waldwirtschaft.
Beim WVTG sind praktisch alle Waldbesitzer mit
mehr als 20’000 Hektaren über die Forstreviere
Mitglied dieser Organisation. Der WVTG ist also
die Standesvertretung der Thurgauer Waldbesitzer
und in dieser Funktion selbst Mitglied beim Waldwirtschaftsverband
Schweiz mit Sitz in Solothurn.
Gemäss dem statutarischen
Auftrag hat der WVTG den Zweck, die ideellen und
materiellen Interessen ihrer Mitglieder zu wahren
sowie sich für die Waldwirtschaft einzusetzen
und diese zu fördern. So nimmt beispielsweise
der WVTG als Vertretung der Holzproduzenten an
den jährlichen Preisverhandlungen mit dem
Holzindustrieverband teil und versucht, für
die Waldbesitzer die bestmöglichen Tarife
auszuhandeln.
Die Organe des WVTG sind die Delegiertenversammlung,
die in der Regel einmal pro Jahr einberufen wird,
der Vorstand und die Kontrollstelle. Der Vorstand
setzt sich aus sieben Personen zusammen. Eine
Geschäftsstelle existiert zur Zeit nicht.
Der WVTG macht sich jedoch Gedanken, wie man die
Anliegen der Waldbesitzer, insbesondere in der
Holzvermarktung, noch besser bearbeiten könnte.
Eine lose Zusammenarbeit besteht gegenwärtig
mit dem Waldwirtschaftsverband St. Gallen und
dessen Geschäftsführer. Denkbar ist,
sofern dies finanziell auch tragbar ist, mit diesem
Verband noch enger zusammenzuarbeiten und Synergien
beim Verkauf von Schwachholzsortimenten zu erreichen.
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